Jahresrückblick 2025
Das Jahresende ist immer eine gute Gelegenheit, zurückzublicken und Bilanz zu ziehen. Das kann nicht immer vollständig sein, aber die wichtigsten Ereignisse sollte man sich noch einmal ins Gedächtnis rufen.
Während die BSR im Januar noch die alten Weihnachtsbäume einsammelte, konnte, wer wollte, seine Weihnachtsgans und die Pfefferkuchen beim Eltern-Kind-Turnen in der Sporthalle der Grundschule am Schleipfuhl abtrainieren. Etwas gemütlicher ging es zu bei den Fotospaziergängen, die Quartiersratsmitglied Dennis Sohner ab Februar jeden ersten Samstag im Monat anbot.
Ab 24. Februar wurde im Maxi-Treff auch wieder gemeinsam gekocht und gegessen, als Teil des Projektes “Lebendige Nachbarschaft am Boulevard” mit dem Träger Deutsch-Polnisches Hilfswerk e. V. Im Vorfeld der Bundestagswahlen konnten Kinder und Jugendliche bei der U18-Wahl ihre Stimmen abgeben. Ein Wahlbüro war im Jugendklub „U5“. Am 22. März hatte die Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf zu einer Müllsammelaktion aufgerufen, um den Wintermüll zu beseitigen. 2024 gab es die Beteiligungsaktion „Anziehungspunkte“, um Fotomotive aus dem Kiez auf Magnete zu drucken. Die Magneten lagen ab Ende Februar im Stadtteilbüro aus zum kostenfreien Mitnehmen.
Die närrische Zeit ging natürlich auch am Quartier Boulevard Kastanienallee nicht spurlos vorbei und so wurde am 4. März im Puppentheater Fasching gefeiert, im Rahmen des Projektes „Nachbarschaftstreff Puppentheater – Wir schaffen, fördern und feiern gemeinsam Nachbarschaft”.
Zu dieser Zeit lag auch die druckfrische Frühlingsausgabe des „KastanienBlattes“ in den Einrichtungen und Briefkästen aus, mit Informationen zum Klima-Labor als Teil des Projektes „HEISSES HELLERSDORF“ und zu neuen Projekten. Die Aktionsfondsjury bewilligte auf ihrer ersten Zusammenkunft in diesem Jahr zwei Projektanträge: „KUNST JETZT ARBEIT“ und „Workshop ZUR SPINNE mit Einweihung Pavillon“.
Im März war für die muslimischen Mitbürger*innen Ramadan. Das Projekt „Lebendige Nachbarschaft am Boulevard“ ermöglichte es, dass sie am 17. März mit anderen Anwohnenden „Iftar“ feiern konnten, das traditionelle Fastenbrechen. Der ganze Monat stand im Zeichen des FrauenMärz 2025, mit zahlreichen Veranstaltungen, an denen auch das Frauenzentrum „Matilde“ beteiligt war.
Auf Basis der 2024 gesammelten Ideen aus den Quartieren wurden im Projekt „HEISSES HELLERSDORF“ die ersten Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt. Der Pavillon „Die Spinne“ bekam eine Regentonne und die Tagespflegeeinrichtung „Lebenslust“ eine Sonnenschutzmarkise.
In der Sitzung am 3. April wurde im Quartiersrat über neue Projekte diskutiert und drei Projektideen zugestimmt: „Quartiersbezogenen Aggressionsbewältigung und Gewaltprävention im Kinder- und Jugendbereich“, „Förderung des Ehrenamtes“ und „Kulturelle Belebung am Boulevard“. Das Ehrenamtsprojekt soll im Herbst 2025 beginnen, die beiden anderen starten 2026.
Am 11. April hatte das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Haus „Aufwind“ zum Frühlingsfest eingeladen. Und eine Woche später hoppelte der Osterhase am Puppentheater vorbei, um Ostereier zu verstecken, großzügig unterstützt durch das Projekt „Lebendige Nachbarschaft am Boulevard”. In der evangelischen Kirchengemeinde konnte am 20. April neben dem traditionellen auch das orthodoxe Osterfest gefeiert werden. Auf dem Alice-Salomon-Platz wurde am 15. April die Ausstellung „Sorgende Stadt“ eröffnet und der nGbK-Pavillon „Klassenzimmer der Zukunft“ sowie zwölf Hochbeete eingeweiht. Eine zweite Einweihung fand am 29. April statt: Der verschönerte Gemeinschaftspavillon „Zur Spinne“ wurde der Nachbarschaft übergeben. Einst Teil eines Biergartens, fanden dort viele Aktionen statt, vom Vorlesen im Advent bis hin zu Ausstellungen und Projektpräsentationen.
Träger des gerade angelaufenen Projektes „Kein Platz für partnerschaftliche Gewalt im öffentlichen Raum“ ist das Frauenzentrum „Matilde“. Es will das Thema partnerschaftliche Gewalt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Durch Aufklärung und Sensibilisierung sollen die Zivilcourage der Anwohnerschaft, der lokalen Einrichtungen und Akteur:innen gefördert und Möglichkeiten des Einschreitens aufgezeigt werden.
Unter dem schrägen Titel „Sellerie Weekend“ waren am 4. Mai Bewohner:Innen in den Projektraum „mp43“ der Künstlerin Carola Rümper eingeladen. Am 15. Juni nahm der Projektraum zusammen mit der station urbaner kulturen an der Aktion „KUNST:offen!“ teil. Am 1. Juni wurde natürlich auch am Boulevard gefeiert. Das Kinderfest mit parallelem Trödelmarkt zog viele Familien an, denn es wurde an den zahlreichen Ständen auch eine Menge geboten. Möglich wurde es durch die Förderung im Rahmen des Projektes „Nachbarschaftstreff Puppentheater“.
Bei ihrer zweiten Zusammenkunft bewilligte die Aktionsfondsjury zwei neue Maßnahmen, die in der gerade laufenden Spielewoche umgesetzt wurden: die Anschaffung eines Katapultspiels und einer mobilen Tischtennisplatte samt Kellen und Bälle. Beides kann im Kiez auch ausgeliehen werden. Nach dem Erfolg der SPIELEWOCHE 2024 hatten sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche lokale Einrichtungen und Akteur:innen zusammengetan, um vom 1. bis 11. Juni ein buntes Programm für Groß und Klein an verschiedenen Standorten rund um den Boulevard Kastanienallee zusammenzustellen, unterstützt durch den Aktionsfonds, den Öffentlickeitsfonds und dem Projekt „Nachbarschaftstreff Puppentheater“.
Alles neu macht der Mai – aber es geht auch im Juni, wenn die BSR ihren Kieztag anbietet. Mehr als 500 Menschen nutzten die Gelegenheit, Wohnung, Keller oder Gartenlaube zu entrümpeln. Gut Erhaltenes konnte auch abgegeben werden und fand schnell einen neuen Besitzer. Zeitgleich hatte die Deutsche Wohnen zu einer Müllrallye aufgerufen und Bürgermeisterin Nadja Zivkovic zu einem Kiezspaziergang eingeladen, bei dem es auch um das Müllproblem und die illegale Sperrmüllentsorgung im Quartier ging.
Am 19. Juni 2025 fand die letzte Sitzung des Quartiersrates in alter Besetzung statt, denn der neue wurde vom 1. bis 12. September 2025 gewählt. Interessierte konnten sich bis 1. August zur Wahl stellen. Ab Juli brachte die „Kastaniette“ wieder vor dem Gemeindezentrum an der Glauchauer Straße Menschen bei Kaffee, Tee und Keksen und netten Gesprächen zusammen.
Seinen 15. Geburtstag feierte das Puppentheater am 20. Juli mit einem kleinen Fest. Es bietet neben Theaterstücken für Kinder auch Lesungen. Seit 2021 betreibt es die Bücherstube und belebt im Rahmen des Programms „Nachbarschaftstreff Puppentheater“ den Boulevard. An diesem Tag wurde wieder getrödelt, unterstützt vom Projekt „Lebendige Nachbarschaft am Boulevard”. Das hatte auch das Kinder-Sommerfest am 18. Juli organisiert. Zwar fiel es flächenmäßig kleiner aus als sonst, das tat Spaß und Stimmung aber keinen Abbruch. Und es war auch wie schon im vergangenen Jahr verantwortlich für die Kreativangebote in den Sommerferien und die drei Nachbarschaftspicknicks im August und September.
Man musste keinen grünen Daumen haben, um am 14. August im „LaLoka“ beim Pflanzen von Kräutern mitzumachen. Sind sie gut angewachsen, können sie dort geerntet werden. Die Aktion war auch eine gute Gelegenheit, den neuen Leiter der Begegnungsstätte Jul Gnatowska kennenzulernen. Bewährte Angebote werden beibehalten, aber er hat auch neue Ideen, wie beispielsweise einen Zeichnen-Workshop.
Am 1. August startete das neue Projekt „Spinnennetz – wir am Boulevard“. Damit soll der Gemeinschaftspavillon „Zur Spinne“ zu einem Nachbarschaftstreff, einem Raum für Begegnung und zum Austausch im Quartier, entwickelt werden. Und die Bewohner:innen sollen selbst aktiv werden und den Pavillon mit Leben füllen. Interessierte waren dazu am 7. September zu einer Infoveranstaltung eingeladen. Am 11. September gab es schon wieder eine Geburtstagsrunde im Quartier. Diesmal feierte das „Café auf Rädern“ und lud zum Geburtstagskaffeetrinken am U-Bahnhof Cottbusser Platz ein.
Ungebrochen ist die Lust am gemeinsamen Kochen und so wurde auch im zweiten Halbjahr wieder der Kochlöffel im Maxie-Treff geschwungen. Anlässlich des World Cleanup Days am 20. September rief die Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf am gleichen Tag zu einer Müllsammelaktion auf.
Wenn Marzahn-Hellersdorf das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis” begeht, sind natürlich Projekte und Einrichtungen aus dem Quartier dabei wie das Tiele-Winckler-Haus, das „Café auf Rädern“, das Haus „Aufwind“, das Puppentheater, Carola Rümper vom „mp43“ und das QM-Team. Und mit den ersten Blättern von den Bäumen flatterte die Herbstausgabe des „KastanienBlattes“ in die Briefkästen. Die Aktionsfondsjury bewilligte im September zwei Anträge: Im Garten der Regenbogen-Kita wird eine Sitzecke mit Sonnenschutz zur Erholung und für Gespräche entstehen. Und das Haus „Erntekranz“ brauchte Material, um „Kränze für den Kiez“ kreativ zu gestalten.

Die Bürgerinitiative – mit dabei Siegfried Nord, Sprecher des Quartiersrates – will die Bäume retten.
Die Maxie-Wander-Straße verwandelte sich am 22. September wieder in eine Temporäre Spielstraße. Mit dem Roller mal so richtig auf der Straße fahren – die Kinder waren begeistert. Aber auch Büchsenwerfen, Fußball- und Basketballspielen oder Malen auf dem Asphalt wurden gerne angenommen. Eine Woche lang konnten Anwohnende im „mp43“ am Deutsch-Polnischen Nachbarschafts-Zeichenfestival teilnehmen. Neben Zeichnen-Workshops wurde gemeinsam gekocht und gegessen und es gab eine Lesung. Am 27. September war wieder Trödelmarkt, unterstützt vom Projekt „Lebendige Nachbarschaft am Boulevard”. Zeitgleich öffnete zum fünften Mal der “Boulevard der Klänge”, der zum Projekt „Nachbarschaftstreff Puppentheater“ gehört. Das nutzte eine Bürgerinitiative, um auf ein Problem aufmerksam zu machen: Für einen Schulneubau sollen auf der Brachfläche ca. 60 Bäume gefällt werden. Seit drei Jahren entwickeln die Anwohner:innen Ideen für eine gute Anpassung der künftigen Schule an diesen ökologisch wertvollen Standort.
Es ist schon eine Tradition, wenn das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Haus „Aufwind” zur Familiennacht einlädt. Dieses Mal war das Motto: Alle Sinne in Bewegung. Auch schon ein fester Termin ist in den Herbstferien das Mädchen-Camp „Fußball und Ernährung“ in der Schule am Rosenhain. Trickfilme von Schüler:innen und Künstler:innen waren am 17. Oktober im „Klassenzimmer der Zukunft“ auf dem Alice-Salomon-Platz zu sehen, eingeladen hatte dazu das Pilotprojekt „Zwischenräume. Belebung von Campus und Stadtteil“ der Alice Salomon Hochschule Berlin.
Zu Halloween am 31. Oktober wurde es natürlich auch am Boulevard gruselig, wenn verkleidete Gestalten nach „Süßem oder Saurem“ fragten. Wer wollte, konnte vorab im Puppentheater basteln oder Kürbisse schnitzen.
In ihrer 4. Sitzung am 15. Oktober hat die Aktionsfondsjury wieder Anträge bewilligt. Das Quartier bekam einen Bollerwagen zum Transport allerlei Gerätschaften und Materialien für Veranstaltungen im Kiez und das Naturschutzzentrum Schleipfuhl Geld für die Bastelaktion beim diesjährigen Adventsboulevard. Unterstützt wurde auch die Workshop-Reihe „Mut.Raum“ vom „LaLoka“, die im „Aktionsmonat gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ stattfand. Zudem waren kreative Veranstaltungen zum Thema „Frauen und Selbstermächtigung“ geplant.
Eine beliebte Tradition war und ist der Laternenumzug am Martinstag, der an der Regenbogenkita begann und an der evangelischen Kirchengemeinde endete. Die Veranstaltung war Teil des Projektes „Lebendige Nachbarschaft am Boulevard“. Und vom Deutsch-Polnische-Hilfswerk e. V. wurden wieder Geschenke für Heimkinder gesammelt. Mit einem Adventssingen und dem musikalischen Märchen „Schneewittchen“ am ersten Adventswochenende leitete die Evangelische Kirchengemeinde Hellersdorf zusammen mit dem Puppentheater die schönste Zeit des Jahres ein.

Die Ergebnisse des Projektes HEISSES HELLERSDORF werden dem bezirklichen Klimaschutzbeauftragten Dominik Chadid (li.) übergeben.
Im November traf sich die Aktionsfondsjury zum letzten Mal in diesem Jahr. Förderungen gab es für „Weihnachtsmannauftritte im Kiez”, für die „Weihnachtsfeier für Senioren gegen die Einsamkeit“ und für „Weihnachtsmanngeschenke für Vereine und Kinder- und Seniorenveranstaltungen“. Wer vom Nikolaus Geschenke bekommen möchte, muss nicht nur artig sein, sondern auch geputzte Schuhe haben. Die konnten wieder am 1. und 2. Dezember abgegeben werden und die Kinder bekamen sie gut gefüllt zurück. Rechtzeitig fertig wurde auch die Winterausgabe des „Kastanienblattes“ mit Infos zu Projekten und vielen Veranstaltungshinweisen.
Erfolgreich abgeschlossen wurde das Projekt „HEISSES HELLERSDORF“, an dem die QMs Boulevard Kastanienallee, Alte Hellersdorfer Straße und Hellersdorfer Promenade teilnahmen. Zum Abschluss des Jahres kamen viele Bewohner:innen beim Adventsboulevard am 9. Dezember zusammen, veranstaltet vom Projekt „Lebendige Nachbarschaft am Boulevard”.
Es war ein ereignisreiches Jahr, global gesehen, aber auch im Quartier. Viele Menschen haben sich dort engagiert und dafür eingesetzt, dass der Kiez rund um den Boulevard Kastanienallee noch schöner und lebenswerter wird.






