Vorgestellt: „SpoKo Kastanienboulevard – Gewaltprävention im und durch Sport“
Seit Anfang dieses Jahres gibt es das Projekt „SpoKo Kastanienboulevard – Gewaltprävention im und durch Sport“ vom Verein SPORTKINDER Berlin e. V. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sollen sich sportlich und spielerisch mit der gewaltfreien Lösung von Problemen beschäftigen.
Der Verein ist seit 2023 im Bezirk aktiv und bietet vor allem Sport für Kinder und Familien an. Sport ist nicht nur gesund und hält fit, er entspannt, fördert Konzentration und Gedächtnisleistung und baut Stress ab. Ideale Voraussetzungen also, um ihn zur Lösung von Konflikten einzusetzen. In Schulen und Freizeiteinrichtungen wird schon seit längerem ein Anstieg von aggressivem und gewaltbereiten Verhalten bei Kindern und Jugendlichen registriert: Prügeleien, Vandalismus, Konflikte zwischen interkulturellen Gruppen und das Benutzen rechtsextremer Symbole. Dem will das Projekt etwas entgegensetzen und schon ganz früh mit der Gewaltprävention beginnen.

Beim sportlich-kooperativen Training lernen die Kinder, Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Foto: mit KI erstellt/SportKinder Berlin e. V.
„Nach den Winterferien haben wir an der Grundschule am Schleipfuhl in einer 2. Klasse mit einem sportlich-kooperativen Training begonnen“, erklärt Amina Höfer vom Projektteam. „Die Kinder lernen in zwei Gruppen einmal die Woche, wie sie bei Konflikten ohne Gewalt ins Gespräch kommen können. Dazu bieten wir sportliche Team-Übungen an, wo sie gemeinsam agieren müssen und nicht gegeneinander. Das ist super angelaufen, das hören wir auch von den Rückmeldungen aus der Lehrerschaft. Die Kinder kommen mehr aus sich heraus, sprechen häufiger Themen an, die sie beschäftigen und entwickeln ein Verständnis dafür, wie man Probleme gewaltfrei lösen kann.“ Das wird nach den Sommerferien bis zum Jahresende fortgesetzt. Im nächsten Jahr (2027) wird eine andere Klasse ausgewählt. Auch die Schule am Rosenhain hat Interesse an solch einem Training bekundet.
Ein anderes Angebot richtet sich an Mädchen* zwischen 9 und 12 Jahren. Im Haus „Aufwind“ gibt es im Schülerklub Schatzkarte jeden Donnerstag die Faustlos AG. Dort lernen sie, wie sie sich durch Sprache und ohne Körperaktionen selbst behaupten und verteidigen können. Wer Interesse hat, ist willkommen und schaut einfach mal vorbei.
Im kommenden Jahr sind Weiterbildungen zur Gewaltprävention vorgesehen, speziell für Personal in Schulen und Freizeiteinrichtungen. „Und wir werden unsere Netzwerkarbeit ausbauen“, sagt Amina Höfer, „um möglichst viele Akteurinnen und Akteure im Quartier einzubeziehen.“
Das Projekt „SpoKo Kastanienboulevard – Gewaltprävention im und durch Sport“ wird aus dem Projektfonds des Quartiersmanagements gefördert, im Rahmen des Programm „Sozialer Zusammenhalt“.





