Neues Projekt im Quartier: Gemeinsam für starke Familien 2.0
Derzeit entsteht in Hellersdorf-Ost etwas, das Familien nachhaltig stärkt und das Quartier spürbar belebt: Das neue Projekt „Gemeinsam für starke Familien 2.0“ der JAO gGmbH. Von 2027 bis 2029 wird es die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängerprojekts fortführen und weiter ausbauen – mit klarer Vision, starken Partnern und vielen spannenden Angeboten für Eltern, Kinder und Fachkräfte.
Ziel des Projekts ist es, eine wirksame und langfristige Vernetzungsstruktur im Quartier zu etablieren. Einrichtungen, Initiativen und Familien sollen enger zusammenrücken, damit Eltern leichter Zugang zu Unterstützung, Beratung und Begegnung finden. Denn wenn Eltern gestärkt werden, profitieren auch die Kinder davon: Sie entwickeln mehr Selbstvertrauen, erleben Erfolge in der Schule und erfahren, dass ihre Familien Teil eines tragfähigen Netzwerks sind. Gleichzeitig fördert das Projekt soziale Durchmischung und interkulturelle Öffnung. Begegnungen zwischen Familien unterschiedlicher Herkunft bauen Vorurteile ab und schaffen ein Klima des Miteinanders.
Schon jetzt, im Vorfeld des offiziellen Projektstarts, wurden wichtige Grundlagen gelegt. Christiane Neubert, Koordinatorin des Familientreffs im Haus „Aufwind“, beschreibt den Auftakt so: „Wir haben uns zuerst Kooperationspartner:innen gesucht. Ohne sie wäre so ein Projekt nicht realisierbar.“ Mit dabei sind inzwischen: die Grundschule am Schleipfuhl, die Evangelische Regenbogenkita, die Gemeinschaftsunterkunft Maxie-Wander-Straße, die Campus-Kita der JAO gGmbH und ab 2027 auch das Puppentheater mit seinem großen Ehrenamtsnetzwerk. Gemeinsam wurde überlegt, wie Eltern am besten erreicht werden können – und überall entstanden passgenaue Angebote.
In der Grundschule am Schleipfuhl arbeiten Projektmitarbeitende eng mit den Schulsozialarbeiter:innen zusammen. Sie kennen die Familien, ihre Fragen und ihre Sorgen. Im Elterncafé finden nun Beratungen rund um den Familienalltag statt, und sogar Lehrer-Eltern-Gespräche wurden dort bereits durchgeführt – in entspannter Atmosphäre, ohne die übliche Distanz des Klassenzimmers.
In der Evangelischen Regenbogenkita gibt es alle zwei Wochen ein Familiencafé mit zwei Schwerpunkten: Einmal steht der Austausch über Erziehungsthemen im Mittelpunkt, beim nächsten Termin erleben Eltern und Kinder gemeinsame Zeit als aktive Eltern-Kind-Gruppe.
In der Gemeinschaftsunterkunft Maxie-Wander-Straße wurde ein Sprachcafé eingerichtet und damit eine wichtige Lücke geschlossen, da dort keine Deutschkurse mehr angeboten werden. Hier entstehen Begegnungen, Sprachpraxis und Vertrauen.
Für Familien wurden bestehende Angebote im Haus „Aufwind“ sichtbarer gemacht, gemeinsame Feste organisiert und der beliebte Familiensamstag auf Wunsch der Eltern erweitert – unter anderem um Sportangebote und Nähen für Familien.
Ab September wird auch die Schule am Rosenhain alle zwei Wochen ein Elterncafé anbieten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einbindung von Ehrenamtlichen. Das Puppentheater bringt bereits jetzt viele engagierte Menschen ein, deren Potenzial künftig stärker für die Elternarbeit genutzt werden soll. Ehrenamtliche schaffen Nähe, Vertrauen und kulturelle Vielfalt – ein Gewinn für das gesamte Projekt.
Auch die Stadtteilmütter sind fest integriert. Mit ihrer Sprachkompetenz und kulturellen Vermittlungsfähigkeit erreichen sie Familien, die sonst oft unbemerkt bleiben.
Workshops für alle Eltern im Quartier
Das Haus „Aufwind“ bietet demnächst drei Workshops für alle Eltern im Quartier an (siehe den Flyer) – zu Themen, die viele Familien beschäftigen:
Liebevoll Grenzen setzen
Kommunikation in der Familie
Bildschirmzeit gut begleiten
Diese Angebote sollen Eltern stärken, Orientierung geben und Austausch ermöglichen.
Das Projekt „Gemeinsam für starke Familien 2.0“ zeigt, wie viel möglich ist, wenn Einrichtungen zusammenarbeiten, Familien beteiligt werden und der Sozialraum als gemeinsamer Lebensort verstanden wird. Es ist ein Projekt, das Türen öffnet, Vertrauen schafft und Familien stärkt – nachhaltig, niedrigschwellig und mit viel Herz.
Das Projekt „Gemeinsam für starke Familien 2.0“ wird aus dem Projektfonds des Quartiersmanagements gefördert, im Rahmen des Programm „Sozialer Zusammenhalt“.




