Vorgestellt: Neues Projekt „Zusammenkommen!“
Seit März dieses Jahres gibt’s das Projekt „Zusammenkommen!“ – Kunst und Teilhabe im Quartier. Damit soll Kunst im öffentlichen Raum sichtbarer werden und die Nachbarschaft durch die Auseinandersetzung damit näher zusammenbringen.
Neben der Vernetzung der teilnehmenden Einrichtungen möchten die Initiator:innen neue Zielgruppen für die kulturelle Teilhabe im Quartier gewinnen und mit ihnen arbeiten. Mit den künstlerischen Angeboten sollen sich für die Bewohner:innen auch neue Perspektiven auf den öffentlichen Raum ergeben. Das Projektteam mit Katharina Ziemke und Juan Camilo Alfonso hat sich beim Frühlingsfest schon mal vorgestellt. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt.

Juan C. Alfonso beim Porträt zeichnen.
Ein Projektbaustein sind die „Free-Portraits“. Juan Camilo Alfonso bietet Bewohner:innen an, sich zeichnen zu lassen und kommt dabei mit ihnen ins Gespräch. Die Themen sind nicht vorgegeben, sie ergeben sich aus der Situation. Daraus entstehen soll eine Serie von Plakaten, die auf dem Kastanienboulevard ausgestellt wird, und langfristig in einem Archiv abrufbar ist. Das ist aber nicht zwingend, der Austausch steht im Vordergrund. Die gut zwei halbstündigen „Sitzungen“, die natürlich kostenlos sind, werden an gut frequentierten Orten im Quartier stattfinden. Dazu laufen gerade die Absprachen.
Im Rahmen der Spielwoche gibt es am 18. Juni von 16 bis 18 Uhr einen Öko-Print Workshop: Gemeinsam wird Papier mit Pflanzen aus dem Bezirk eingefärbt und gestaltet.
Der zweite Projektbaustein ist ein „Hörspaziergang”: ein Parcours mit Stationen, auf dem kleine Hörstücke wie „Podcasts” per Smartphone aufgerufen werden können. Die Künstlerin Katharina Ziemke erklärt dazu: „Mit Mikrofon und Aufnahmegerät laufe ich mit Bewohner:innen durch den Kiez, während sie mir Geschichten erzählen: über sich, das Quartier oder über andere Dinge, die ihnen hier wichtig sind.”
Falls Interesse besteht, werden auch Workshops angeboten, um selbst mit der Technik (wie Mikrofon und Aufnahmegerät) umgehen zu lernen. Katharina Ziemke und die Teilnehmeri:innen bearbeiten die Aufnahmen dann gemeinsam zu einer Audiodatei bzw. einem kleinen Podcast. Später kann man sich dann an bestimmten Orten die Stücke auf dem Handy anhören. Was und wie erzählt wird, ist jedem und jeder Person freigestellt. Es kann ein Interview mit jemandem sein, ein Gedicht oder eine Information zu einem Ort. Die Beteiligten können sich so viel einbringen, wie sie möchten. „Auf einem kleinen Fest im nächsten Jahr möchten wir den Hörspaziergang und die Portraits dann öffentlich präsentieren”, sagt Katharina Ziemke.
Einige Termine für die Workshops, die in der station urbaner kulturen am Auerbacher Ring 41 (Eingang über den Boulevard), stehen schon fest:
11./ 14./ 18./ 20./ 21./ 25. und 27. Juni 2026, jeweils 15 bis 19 Uhr
2./ 9./ 10./ 11. und 12. Juli 2026, jeweils 15 bis 19 Uhr
Man kann auch nur an ausgewählten Terminen teilnehmen. Es besteht keine Verpflichtung, immer dabei zu sein. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. Die Anmeldung erfolgt unter Tel.: 0176-35398018 oder über E-Mail.



