Buntes Treiben beim Frühlingsfest

Die Sonne strahlte mit den Besucher_innen um die Wette, als um 14 Uhr das Fest mitten im Quartier eröffnet wurde. Um den MITTELPUNKT herum waren zahlreiche Trödelstände aufgebaut, von Kindermode, Spielzeug und Haushaltswaren bis hin zu Bildern und selbst gestalteten Karten gab es was zum Stöbern. Beim Naturschutzzentrum am Schleipfuhl konnten die Kinder schlichte Blumentöpfe in kleine Kunstwerke verwandeln, gleich nebenan am Stand des Deutsch-Polnischen Hilfswerk e. V. war ihre Geschicklichkeit beim Becherzielwurf gefordert. Natürlich fehlte auch das Schminken und die Luftballonmodelage nicht, die vom Jugendklub „U5“ angeboten wurden. Das Highlight war aber die Hüpfburg, die während des Festes immer umlagert war.

An zahlreichen Ständen konnte ausgiebig getrödelt werden.

Am Stand des Quartiersmanagements konnten sich die Besucher_innen über die anstehenden Projekte und die Möglichkeiten der Beteiligung informieren. Fleißig wurde auch Glücksrad gedreht, als Preise winkten ein gut gefüllter „Quartiersrucksack“ und ein Stück Kuchen, selbst gebacken von Schüler_innen der Schule am Rosenhain.

Das Glücksrad am Stand des Quartiersmanagements war immer dicht umlagert.

Die Bewohner_innen des Tiele-Winckler-Hauses mussten ganz schön schleppen. Sie hatten kleine „Förderlinge“ aus Zement  gegossen, die für Insekten als Nisthilfe dienen sollen. Wer wollte, konnte sie bunt bemalen. Es gibt auch eine kleine Kollektion im Stadtteilbüro zu sehen. Gerne können die „Förderlinge“ mitgenommen und in Grünanlagen, auf Balkons oder in Vorgärten aufgestellt werden. Ein kleiner Beitrag zur Begleitung und Unterstützung der Städtebauförderung.

Die „Förderlinge“ werden bemalt.

Auf der Bühne des MITTELPUNKTS boten verschiedene Musikgruppen ein abwechslungsreiches Programm. Zuerst spielte die Musikgruppe des Tiele-Winckler-Hauses internationale Hits rauf und runter, was den Einen oder Anderen zum Mitschunkeln  verleitete. Das Duo „TrockenObst“ brachte das Publikum mit ihren deutschen Texten zum  Schmunzeln. Großen Beifall und viele gezückte Handys gab es beim furiosen Auftritt der „Schleipfuhl Talents“.

Großer Applaus für die Schleipfuhl Talents.

Das Duo „TrockenObst“ unterhielt mit deutschen Texten.

Für das leibliche Wohl sorgte die lokale Wirtschaft. Die „Neuenhagener“ brutzelten Wurst auf dem Grill, dazu gab’s leckere Salate und Getränke.

Mit Interesse wurden die Vorhaben im Kiez studiert.

Aber es war nicht nur ein Frühlingsfest, sondern gleichzeitig der bundesweite Tag der Städtebauförderung. Der Boulevard Kastanienallee war eines von vier Projekten aus dem Bezirk, die vorgestellt wurden. Am MITTELPUNKT wurde das Beteiligungsprojekt „Umgestaltung des Boulevards Kastanienallee“ mit Bildern und Grafiken präsentiert. Quartiersmanagerin Lisa Weiß, die das Fest zusammen mit einer Vertreterin des Stadtentwicklungsamtes des Bezirkes Marzahn Hellersdorf eröffnete, konnte verkünden, dass im kommenden Jahr die ersten Maßnahmen umgesetzt werden.

Thomas Klage vor seinen Bildern in der Ausstellung in der station urbaner kulturen.

Zeitgleich wurde in der station urbaner kulturen, Auerbacher Ring 41, die Ausstellung „KREISE ZIEHEN. Großsiedlungen und die Produktion von Bildern ihrer selbst“ eröffnet, die bis 23. Juni 2018 läuft. Zu sehen ist eine Dokumentation über die Siedlung Hasenbergl in München, die in den 1960er Jahren als Sozialsiedlung errichtet wurde. Außerdem stellen Barbara und Thomas Klage Bilder aus, die sie seit 1988 hier im Kiez fotografiert haben. Geöffnet ist die Ausstellung Do-Sa von 15 bis 19 Uhr. RF