Kunstaktion auf dem Boulevard

Am 6. Juli startet ab 17 Uhr in der station urbaner kulturen am Auerbacher Ring 41 eine neue Ausstellung: „Öffentliche Gestaltungsberatung Kastanienboulevard“ vom Studio Experimentelles Design der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Sie läuft bis 14. Juli 2018.
Seit November 2017 entwickelt das Studio gemeinsam mit der station urbane kulturen, Anwohner_innen und Gewerbetreibenden neue Gestaltungsansätze für den Boulevard Kastanienallee. Auf Stadtplänen ist der Boulevard Kastanienallee selten verzeichnet und er existiert auch nicht im Berliner Adressverzeichnis. Aber der Boulevard Kastanienallee ist ein sozialer Ort. Die „Öffentliche Gestaltungsberatung“ untersucht das Potenzial dieser nicht auf Konsum, sondern auf Nachbarschaft basierenden Fußgängerzone.
Ab dem 6. Juli werden die am Projekt beteiligten Läden und Orte auf dem Boulevard mit Hausnummern versehen. Diese neuen, informellen Hausnummern sollen bestehende Vernetzungen stärken und Dialoge über die Bedeutung des Boulevards provozieren. Wieso hat die Kaufhalle die Hausnummer 0? Warum folgt die Hausnummer 11 auf 38?
In den Ladenlokalen wurde auch die Bedeutung von Schaufenstern einer Straße untersucht, die weniger durch kommerzielle als durch soziale Angebote geprägt ist. Die Gestaltungsberatung richtet sich an lokale Akteur_innen, um gemeinsam entwickelte Konzepte für die Schaufenstergestaltung umzusetzen.
In der Ausstellung in der station urbaner kulturen werden die Recherchen, Entwürfe und Erkenntnisse der „Öffentlichen Gestaltungsberatung Kastanienboulevard 2017/2018“ erstmals präsentiert. Begleitet wird die Ausstellung von einem Heft, das die Läden  vorstellt. Die Ausstellung in der station kann bis 14. Juli von Donnerstag bis Sonntag, jeweils 15-19 Uhr, besichtigt werden. Die Aktion auf dem Boulevard Kastanienallee geht bis 31. Dezember 2018.
Die Initiative von Mitgliedern der nGbK knüpft an das 2014 initiierte Engagement des Kunstvereins in der Großsiedlung Berlin-Hellersdorf an – rund um die Projektzentrale station urbaner kulturen sowie im angrenzenden öffentlichen Raum. Damit möchte sich der Kunstverein der Verantwortung stellen, mit Kunst- und Kulturprojekten die Entwicklung von sozialen Strukturen und ein Nachdenken über die Zukunft eines Stadtteils mit zu initiieren und zu vertiefen.